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Trotz beachtlicher Anfangserfolge wussten
weder ich noch die hannoversche Literaturszene zu dem Zeitpunkt, was wir denn eigentlich
mit einander anfangen sollten.
Mein Abitur habe ich dann auf der Wilhelm-Raabe-Schule (damals noch
Höhere-Töchter-Vorzeige-Gymnasium) gemacht und anschließend
Sonderpädagogik mit den Schwerpunktfächern Deutsch und bildende Kunst studiert.
Da der Schuldienst sich aber nicht an mich anpassen wollte, habe ich mein Referendariat
nie beendet, sondern statt dessen als Nachtwache in einer Dauerwohngruppe für
Schwerstbehinderte gearbeitet.
Diese Tätigkeit hat mir mehr gegeben als das ganze Unterrichten, Zensieren und
Lehrplanbefolgen. Als die zeitliche befristete Stelle jedoch auslief, beschloss ich,
nunmehr nur noch dazu tun, was ich eigentlich schon immer machen wollte: schreiben,
schreiben, im Glücksfall auch veröffentlichen, Lesungen veranstalten, den
Literaturbetrieb kennenlernen.
Der Zeitpunkt, den ich dafür wählte, war nicht der günstigste. Mein Mann
war gerade verstorben und ich saß da als - wie mein damals zehnjähriger
Jüngster es so treffend formulierte - "alleinanziehende Mutter" zweier noch ziemlich
schulpflichtiger Kinder. Trotzdem hielt ich an meinem Plan fest.
Als Mitglied der "GRUPPE POESIE", einer freien Autorenvereinigung um den hannoverschen
Schriftsteler Joachim Grünhagen, konnte ich bald am hannoverschen Literaturbetrieb
teilnehmen, es folgten die ersten Veröffentlichungen sowie ein Lyrikpreis (zweiter
Platz des Inge-Czernik-Förderpreises 1998) sowie zwei Lyrikbände.
Schon bald kam der Wunsch auf, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, aber auch
möglichst viel Neues zu versuchen. Ich begründete die Kulturinitative Querkunst
mit, trat in den Verband Deutscher Schriftsteller ein und betrieb meinen Interessenkreis
Hauslesung. Wenig später entdeckte ich die - vorerst hannoversche - Poetry-Slam-Szene
für mich und kam hier auch bis zum German International Poetryslam 2004 in
Stuttgart.
Zwei Jahre lang arbeitete ich dann bei der von mir mit ins Leben gerufenen Lesereihe
"Literatur an ungewöhnlichen Orten" mit. Hier lasen wir dort, wo man dies
normalerweise nicht erwartet, nämlich beim Friseur, in der Fahrschule, beim Optiker
und in einem Bestattungshaus. Parallel dazu folgte die Gründung meines Sal(l)ons 17,
Literatur zum Wohnfühlen.
Wichtig ist mir weiterhin die Arbeit mit Menschen, die gerne schreiben und hier
Anregungen, Ermutigungen, Gleichgesinnte, Tipps und mitunter auch ein professionelles
Lektorat suchen.
Hierzu gehört auch mein Interesse für schreibende Kinder und Jugendliche sowie
für die Schüler, welche sich eine intensive Förderung im Bereich Deutsch
und Englisch wünschen.
Seit einem Jahr bin ich auch im Bereich Kabarett und Satire tätig. Gedopt"
wurde ich hier durch meinen Lieblingskabarettisten Dietrich Kittner, der mir eines Tages
vorschlug, doch auch mal für das Satire-Magazin Eulenspiegel" zu schreiben, was
ich nun mit schöner Regelmäßigkeit tu.
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